Meike

1. Ich bin aus vollem Herzen Friesin. Am Deich ist meine Heimat, mein Herz, meine Familie, meine ältesten Freunde, Rhabarberkuchen, das Meer, die Pütt, Ostfriesentee, Spiekeroog, der Strand in Hooksiel…. Das ist der Ort, an dem einfach immer alles gut ist, wie es ist und das Leben ein angenehm normales Tempo hat.

2. Wenn ich nicht im LIV rumwirble, bringe ich Menschen die deutsche Sprache bei. Außerdem hab ich alle beruflichen Lebenspläne vor gut 4 Jahren über Bord geworfen und bin jetzt frisch gebackene Heilpraktikerin! Verrückt – und unheimlich schön. An diesen neuen Ufern bin ich endlich angekommen!

3. Die Küche ist meine Entspannungsoase. Backen, brutzeln, ausprobieren – einfach herrlich! An Kochbüchern könnte ich mich übrigens totkaufen. Seit Monaten Favorit: „A modern way to eat“ von Anna Jones. Wenn mal keine Herdplatte in der Nähe ist, baumelt meine Friesenseele auch gut beim Yoga, Lesen und mit den Füßen im Sand. Wo ich sonst noch so richtig losgelöst sein kann? Auf Festivals! Allen voran Haldern. Ein kleines Fleckchen jährlichen Friedens und Besinnung – raus aufs Land, in Gummistiefeln auf dem Acker tanzen und zurück mit dem Herzen voller Musik.

4. Ich habe eine Technik-Aversion. Ich besitze (unter ständigem Protest meines Sohnes) nicht mal einen Fernseher. Meinen Laptop benutze ich nur für E-Mails und Online-Banking, Facebook habe ich nicht, mein Handy ist immer auf lautlos. Bei technischen Problemen schalte ich ab. So sehr, dass ich Dinge für kaputt erkläre, weil ich nicht merke, dass ich „nur“ die Batterien falsch rum eingelegt habe. Die Musikanlage im Laden bringen mich regelmäßig an meine Grenzen. Was ich allerdings voll gut kann sind WhatsApp und Emojis. 🙂

5. Ich bin kein großer Freund von Veränderungen. Das war schon als Kind so –  wenn es nach mir ginge, wäre das Badezimmer meiner Eltern immer noch tannengrün gefliest. Ich mag es, wenn die für mich vertrauten Dinge bleiben, wie sie sind, auch heute noch.

6. Ich liebe es zu campen. Urlaub ist für mich, um acht Uhr vor Vorfreude entzückt aus dem VW-Bus hüpfen zu können, mir einen Kaffee auf dem Gaskocher zu machen und für die nächsten zwei Stunden in 140 Seiten abzutauchen. Ein Hotel, was in Konkurrenz zu ner einfachen Zeltwiese treten kann, habe ich noch nicht gefunden.

7. Mein Sohn Piet ist meine große Liebe, mein Spiegel, mein Anker und mein Reibungspunkt. Mit ihm machen die meisten Dinge noch mehr Spaß – er ist ein großartiger Junge!

8. Kinder-Schokolade und Rotwein… Machen mich glücklich und gehen immer. Außerdem weiße Fresien. Schwarze Kleider. Und (!) roter Nagellack. Ich habe 22 verschiedene Lacke – alle rot.

9. Orientierung…. Habe ich nicht. Seitdem ich denken kann, verlasse ich Geschäfte in die Richtung, aus der ich gekommen bin – im festen Glauben daran, dass ich die Straße weiter „runter“ gehe. Wege kann ich mir weder merken, noch kann ich sie erklären. Selbst mit einem Navi verfahre ich mich. Mit Straßenkarten wiederum geht’s. Auf kleinstem Raum jedoch laufe ich zu Höchstleistungen auf. Die längste und unförmigste Karre in die kleinste Lücke quetschen – läuft.

10. LIV? Ein gewachsenes Stückchen Familie, eine Base. Die kleine Oase gegenüber meiner Wohnung. Der schönste Moment des Jahres: Im SALE-Haufen vor dem Laden, vorzugsweise im Winter bei Minusgraden, mit dicken Stiefeln und ner Wolljacke! Hat was von Flohmarkt!