Lea

1. Ich liebe es, Sonntage im Pyjama zu verbringen. Als Kind, war ich einmal so sauer auf meine Eltern, dass ich meinen kleinen Koffer gepackt habe und ausziehen wollte. Im Treppenhaus wurde mir dann klar, dass man im Pyjama, den ich natürlich noch trug, schlecht auf die Straße gehen kann. Der Hang zur Gemütlichkeit war stärker und ich verschob meinen Auszug.

2. Mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich Soße oder Suppe von einem Kochlöffel aus Holz probieren soll. Bäh!

3. Im Herzen bin ich eigentlich Spanierin. Ich liebe die Sprache einfach, ganz besonders den galizischen Akzent. Stundenlang durch die Bars tingeln, sich treiben lassen, spät und ausgiebig essen und nachmittags gepflegt einen Wermut trinken und Pinchos essen– so sollte es immer sein!

4. Am Meer bin ich glücklich. Füße in den Sand, aufs Meer starren. Und gut ist.
Als ich jedoch das erste Mal einen Berg bestiegen habe, bekam das Meer starke Konkurrenz. Von oben ins Tal gucken und stolz wie Bolle auf sich selbst zu sein, dass man den beschwerlichen Weg geschafft hat – unbeschreiblich.
Leberkäse, Bratkartoffeln und Spiegelei auf der Hütte als Belohnung sind Pflicht.

5. Ich habe eine ziemlich stark ausgeprägte soziale Ader und hasse Ungerechtigkeiten. Schon als Kind bin ich bei Streitereien immer dazwischen gegangen. Heute helfe ich den „Newlandern“ (klingt viel besser als Flüchtling) in unserer Gesellschaft. #refugeeswelcome

6. Nichts beruhigt mich mehr, als in einer Hängematte rumzuhängen oder in einem Schaukelstuhl zu, na ja, was wohl, schaukeln.

7. Der Sommer ist dazu da, um mit Freunden zu cornern, auf unangemeldeten Open Airs zu tanzen und mit dem Fahrrad durch den Freihafen zu düsen. Das ist meine Heimatstadt von ihrer schönsten und rauesten Seite.

8. Ich kann so gut wie jede Folge von Alf mitsprechen – null problemo! Ich bin halt ein Kind der 80er Hörspielkassetten.

9. Was Mode und Design angeht, da mag ich klare Linien und kühle Farben (Grauliebe!). Bloß kein Chichi, Rüschen oder Schnörkel. Außerdem könnte ich stundenlang auf Blogs und Instagram surfen, um mir neue Deko-Ideen und DIY-Tipps zu holen. Etwas selbst zu machen, was woanders teuer verkauft wird, find ich ziemlich spitze.

10. Ich liebe Dackel! Glatthaar-Dackel. Wenn ich einen sehe oder streichle, darf sich niemand wundern, dass ich anfange zu quicken wie ne Bekloppte. Würden wir nicht in der Stadt leben, würden mein Freund und ich sofort einen adoptieren und uns hauptberuflich diesen hübschen Tier widmen. Na ja, eigentlich würden wir auch einen Gnadenhof für Esel, Igel und Eichhörnchen eröffnen.